Freiberg goes Bavaria
Wie einige sicher schon mitbekommen haben, werden alle ostdeutschen Hochschulen aktiv in Sachen Studienwerbung. So auch unsere Bergakademie. Um nicht Opfer des demographischen Wandels zu werden, bemühen wir uns fleißig um zukünftige Studenten. Diese sollen nun verstärkt auch aus den alten Bundesländern kommen, denn während bei uns die Abiturjahrgänge immer schwächer werden, nehmen die studierfähigen Schulabgänger in den alten Bundesländern zu.
Das geht natürlich am besten über einen positiven Eindruck vor Ort. Da viele Schüler jedoch davor zurückschrecken eine längere Reise auf sich zu nehmen, um sich über eine Uni zu informieren, gehen wir den umgekehrten Weg und fahren zu den Schülern.
Am vergangenen Mittwoch hatte unser Projekt seine Feuerprobe am Platen-Gymnasium in Ansbach. Zusammen mit drei engagierten Studenten der Fachrichtungen Mathe, Chemie und Maschinenbau startete ich in aller Frühe gen Süden. Im Gepäck eine Menge Information, Freiberger Eierschecke und Vorfreude. Nach knappen 3 Stunden erreichten wir Ansbach, eine Stadt südwestlich von Nürnberg; von der Größe her mit Freiberg vergleichbar.
Für die Schüler war es die letzte Woche vor den Ferien und an diesem Berufs- und Studieninfotag konnten sie sich frei bewegen bzw. selbst entscheiden, welche Infoveranstaltungen sie besuchen wollen. Das vorhandene Interesse der Schüler bestimmte auch die Entscheidung, welche Fachrichtungen an dem Tag vorgestellt wurden.
Um uns von einer konventionellen Infoveranstaltung wegzubewegen, gestalteten wir die uns zur Verfügung stehende Zeit so, dass nach einem kurzen Einstieg über Impressionen von Uni, Campus und Studentenleben und einigen Facts über das Angebot und die Besonderheiten der TU Bergakademie Freiberg die Studenten über ihr Studienfach sprachen. Dabei ging es vor allem um die Frage, warum sie sich damals für ein Studium in Freiberg entschieden haben, welche Vorteile es bietet und was genau sich hinter den einzelnen Studiengängen verbirgt. Im Anschluss eröffneten wir die lockere Gesprächsrunde mit der hiesigen Spezialität Freiberger Eierschecke. Diese kam natürlich sehr gut an und die Schüler nutzten die Gelegenheit, um all ihre Fragen los zu werden. Für die Studenten wie auch für mich war es eine interessante Erfahrung und ich darf für uns alle vier sprechen – es hat richtig Spaß gemacht. Die nächsten Touren an Schulen werden folgen.


